Atlas

AuTomatisches Luftporen Auszähl System

Das voll automatisierte Gerät erfasst über eine hochpräzise Optik die Mikroluftporen und errechnet über eine neu entwickelte Software die Luftporenkennwerte in Festbeton. Bei einer Messlänge von 2400 mm werden über 16.000 Bilder mit 3 unterschiedlichen Belichtungswinkeln aufgenommen und ausgewertet.

Das Verfahren

Durch eine Mehrfachbelichtung und Überlagerung der dabei aufgenommenen Bilder entsteht ein Effekt wie links dargestellt.

Sehr gut sind dabei die jeweiligen Luftporen zu erkennen.
Von der Kamera wird die Probe entlang der auto­ma­tisch ermittelten Messlinien abgefahren und analysiert sowie die gefunden Luftporen protokolliert.

Durch die Einfärbung des Probekörpers kann ausge­schlossen werden, daß Luftporen in porösen Zuschlä­gen mitgezählt werden, da nur Poren in einer größtenteils blauen Umgebung berücksichtigt werden.

Ebenso werden Verdichtungs­poren aufgrund ihres Rund­heitsfaktors ausgeschlossen.

Zusätzlich lässt sich aufgrund der Größe des Kernes einer Pore die Tiefe abschätzen, wodurch im sehr kleinen Bereich (unter 25 µm) der Einfluss der Oberflächen­rauhigkeit begrenzt und die Erkennungsleistung wesentlich verbessert wird.

Der Prüfvorgang läuft mit einer Geschwindigkeit von etwa 0,6 m/h.
Das Verfahren ist in Österreich unter Nr. A 1750/2009 patentiert.

Die Probenvorbereitung

Grundsätzlich sind alle üblichen Verfahren zur Probenvorberitung geeignet. Es gelten aber dieselben Anforderungen an eine brauchbare Oberfläche für die automatische wie die manuelle Auszählung.

Zu achten ist insbesondere auf eine schöne Ausprägung der Porenränder mit möglichst wenig Ausbrüchen an den Rändern.

Eine Welligkeit der Oberfläche oder Neigung der Prüffläche stellt kein Problem dar.

Im Gegensatz zur manuellen Auszählung ist jedoch auf die Entfernung der Schleifrückstände besonderes Augenmerk zu legen.

Eine so vorbereitete Probe wird getrocknet und schlußendlich mit einem pH-Indikator eingesprüht, welcher für die im Bild ersichtliche Blaufärbung zuständig ist.

Die Prüfung

Nach der Bestückung der Anlage mit dem Probekörper erfolgt eine Erkennung der Lage, sowie eine Höhenvermessung um die Kamera immer im optimalen Schärfebereich bewegen zu können.

Während der Messung kom­men 2 Kameras zum Einsatz, wobei die erste Kamera einen Bildausschnitt von ca. 5×7 mm und die zweite einen Bildaus­schnitt von ca. 0,4*0,6 mm  aufnimmt. Jede dieser Kam­eras ist für einen eigenen Größenbereich zuständig, wobei durch die exakt bekan­nte Lage der Kameras zuein­ander eine etwaige Doppel­erkennung vermieden wird.

Nachdem von jeder Position die Bilder mit 3 unterschiedlichen Lichtquellen aufgneommen wurden erfolgt die Auswertung und der Vorschub zur nächsten Position.

Die Auswertung

Die von Atlas produzierten Protokolldateien werden direkt in Excel übernommen und dort ausgewertet.

Ebenso besteht die Möglichkeit die Ergebnisse direkt von Atlas in die LaborverwaltungLabMan zu übergeben und dort automatisiert auszuwerten.

Da von den Kameras ein größeres Gesichtsfeld aufgenommen wird, als für die Auswertung einer Messlinie notwendig ist, wertet Atlas immer 9 Kanditatenlinien aus und kann auf Wunsch die Er­gebnisse der Mittenwert­linie ausgeben. Auf diese Art und Weise können natürliche Schwankungen der Luftporenverteilung auf der Probenfläche minimiert werden.

Für die Messung werden pro Meter Messlänge ca. 7000 Bilder aufgenom­men welche auf Wunsch gespeichert und archi­viert werden können.

Ihre Vorteile

  • Gleichbleibende objektive Erkennungsleistung
  • Reproduzierbare Ergebnisse
  • kein Personalaufwand für die Prüfung

Siehe auch

Tags: automatische Luftporenauszählung, Bildanalyse